Friday, September 30, 2011

6 Sommerwochen und die 200 - Part 2: Concluses und Ceüse

von Chris

Les Concluses bilden, wie der Name schon vermuten lässt, ein enges Tal - wild und eindrücklich. Im Talgrund mäandert ein Fluss und links wie rechts säumen gelbweise Grotten die buschig bewaldeten Berghänge. Ein Paradies, das zum Klettern einlädt.

Nach der Kühle in St. Léger erschlug uns erst einmal die schwülwarme, dicke Luft. Da waren wir schon gleich einmal froh darüber, dass wir nicht weiter als die gemütlichen zehn Minuten auf einem guten Wanderweg bis zur Face Nord gehen mussten.

Die anderen Grotten liegen tiefer im Tal oder gar am Fluss selbst. Deren Besuch würde einen schweisstreibenden Rückwerg bergauf bedeuten. An der weissen Face Nord beeindrucken der grosse wulstige Überhang und ein paar schöne Sinter, die über die ganze Wand verlaufen. Mit Climbs meist ab 8b handelt es sich klar um einen Hardmover-Treffpunkt.

Für einen Roadtrip mit nicht so viel Zeit wollten wir uns aber dem weniger anspruchsvollen Angebot bis 8a widmen. Allerdings ist unter 7a dort nichts zu holen. Und die einzige namenlose 7a ist zwar schön und über einen Doppelsinter toll zu klettern, jedoch arg kurz… Motiviert von St. Léger versuchte ich anschliessend 'Chauffe qui peut', eine 8a, die weniger steil ist und daher auch mehr Wandkletterei bietet. Nach einer mühsamen Boulderaktion an kleinen, leider gechippten Leisten, baute ich diese gleich wieder ab. Aber nicht die künstlichen Griffe minderten den Spass, sondern vielmehr der splitterige, brüchige Fels. So beklagte ich wegen Trittausbrüchen mehrere Abgänge. 

Macht nichts, dachte ich mir und ging in die einladend sinterige 7c der 'Scandale'. Nach 25 Metern an Sintern, welche uns beiden sehr gut gefielen, ging mir dann auf, weshalb die so heisst… Die Züge zu und weg von einem grossen aufgeklebten weissen Flussstein bilden die Crux… Es gibt Schöneres und etwas enttäuscht zogen wir von dannen. Allerdings sage ich mir immer, dass einem Klettergebiet, zumal wenn es so schön liegt wie dieses, immer eine zweite Chance gewährt werden muss. Die Erfahrung lehrt, dass manchmal nicht der richtige Zeitpunkt für einen bestimmten Ort ist. Dann braucht es einen neuen Anlauf und man kann mit frischem Geist die Gegend neu entdecken…
 
Der Alternativentscheid fiel auf Cèüse. Abkühlung in der Höhe klang vielversprechend genug, um es trotz der vielgehörten Warnung, während Juli und August würden Horden von Kletterern die Einstiege jeder Route belagern, zu versuchen. Nun, so war es dann auch. Dennoch erlag ich der Vorstellung, diese Fluh nach vierzehn Jahren wieder einmal zu berühren. Als Papa mit Kind war es in den letzten Jahren wegen des Zustiegs einfach keine Option dort klettern zu gehen. Irgendwie hatte ich Cèüse deshalb auch innerlich verdrängt. Nun kehrte ich zurück.

Ich hatte Erinnerungen an das Gebiet und in diesen schien mir Cèüse als sehr überhängend. Wie gross war die Überraschung, dass ich das nicht mehr so empfand. Sogar die eindrücklichste Wand des Gebiets, jener der 'Biographie', präsentierte sich mir nicht mehr so steil. Dafür ist aber die Felsqualität immer noch bestechend. Also freute ich mich darauf mit Tina, die noch nie in ihrem Leben dort oben war, die sagenumwobene Qualität der Kletterei in grandioser Ambiance zu geniessen.

Da tat sich aber die zweite Überraschung auf, denn Tina wirkte skeptisch und nachdem wir uns in einer Reihe anstehend zu einer Warm-up-6c durchgewartet hatten, wirkte sie nach ihrem Gebietseinstand sogar demotiviert. Zu technisch befand sie. Zu wenig interessant und abwechslungsreich. Im Vergleich zu den Sintern von St. Léger auch eintönig. Selbst eine 7a - die zugegebenermassen wirklich technische Stehkletterei à la Grande Voie im Alpenkalk zu bieten hatte - konnte sie nicht aufheitern. Das musste ich allerdings erst einmal begreifen lernen: Nämlich dass das vielgepriesene Céüse gar keine so tolle Kletterei ist!

Irgendwie steckte mich das an und so suchte ich mir zum Ausgleich einen wirklichen Überhang. Ich fand auch einen, nämlich den vom 'Bourrinator', einer klassischen 8a, bei der - wer hätte es gedacht - man ganz schön ziehen muss. Trotzdem, der "Zauber von Céüse" war verflogen und dann dachte ich mir noch - während ich für einen weiteren Versuch wieder 2 Stunden warten musste, bis vor mir die beiden Tschechen, der Pole Adam und die zwei sich in ihren Go's gegenseitig "Geht scho, geht scho!" anschreienden, sonst wortkargen Deutschen und ein von der Menschenmenge gestresster Engländer ("for working projects Céüse is definitely not the place to stay in summer "), durch die Route gerumpelt waren - dass ich wegen der abgeschmierten, cremigen braunen Bänder und Sandkrümel in den feuchtnassen Löchern am geliebten Mugge daheim nicht schlechter bedient gewesen wäre :) Ergo ist Mugge gleich gut wie Céüse! 

Übrigens hätten die Jungs vor mir vom Altersdurchschnitt her gut und gern meine Kinder sein können. Trotzdem zog ich dann noch vor ihnen die Tour :) Nicht dass mir persönlich dies aus irgendwelchen banalen Konkurrenzgründen wichtig wäre - im Gegenteil, ich hasse Konkurrenz und Wettbewerb am Fels. Aber ich mag's trotzdem immer irgendwie nach erfolgreichem Durchstieg beim Abgelassenwerden zu sehen, wie sich dann die Jungs von mir Elternfigur mit Falten in den Augenwinkeln abwenden, die Hände tief in den Taschen ihrer Daunenjacken schieben und scheinbar teilnahmslos in die Ferne starren… Vor allen Ding dann, wenn ich beim Ausbouldern auch noch viel schlechter als sie ausgesehen habe…

Tina liess mich dann noch einen Tag in dem wirklich phänomenalen Ultraklassiker 'Colonnettes' gewähren. Danke, meine Sonne! Dieser wartet zwar mit einem grauseligen Bouldereinstieg auf, dann aber bietet dieser die einzigen Sinter in Céüse und oben in cooler Position sagenhafte Lochkletterei. So kam ich doch immerhin zu meinen ersten 8a's dort und insgesamt mal wieder in den Genuss des grossartigen Fernblicks. Das war's dann aber schon. Griffige Sinterkletterei musste für Tina her. Im Süden war es aber zu warm geworden… im Norden… aber Ja doch: La Balme bei Chambéry, ein beliebtes Sommergebiet mit endlos viel Sintern.

Part 3 folgt

Thursday, September 22, 2011

6 Wochen und die 200 - Part 1: Petit Cap und St. Léger

von Chris

Es war nie mein Ziel eine bestimmte Anzahl gewisser Routen oder Schwierigkeitsgrade abzuklettern. Dass es dann aber doch zu einer stattlichen Zahl von Durchstiegen gekommen ist, sehe ich eher als Ausdruck der Leidenschaft. Oder ist es pure Obsession? Buchstäblich ist es aber das nicht loslassen können. Auch nach bald 30 Jahre nicht loslassen können vom Erlebnis, von der Challenge eines Kletterprojekts, der Schönheit der Moves, den fantastischen Landschaften, der mit Freunden geteilten Ambiance und ganz einfach und banal vom Willen den nächsten Griff festzuhalten. Manchmal ist Klettern wie ein Spiegel. Darin finde ich mich mit all den anderen Metaphern wieder - wie z.B. das Hängen über dem Abgrund als Spiegelbild seelischer Abgründe. Aber ich verliere schon wieder den Faden und sinniere vor mich hin. Solche Kletterphilosophie füllt einen Blog allein.

Also genug davon und stattdessen berichte ich einfach über den Kletterfluss, den ich die letzten Wochen erleben durfte und den ich weder geplant, noch erträumt hatte. Wenn sich dieses seltene Gefühl der Leichtigkeit einstellt und die Motivation einem von einer Route zur anderen, von einem Gebiet zum nächsten und zu ständig neuen Erlebnissen trägt. Dazwischen stelle ich fest, dass ich die zweihundertste 8 durchstiegen habe. Aber so genau weiss man das ja nie, vielleicht waren es schon mehr, vielleicht doch weniger. Denn wer weiss denn schon, wann, wie und wo welcher Grad auch stimmt. Dennoch kann ich - wenn ich ehrlich bleiben möchte - nicht verhehlen, dass auch ein gewisser Schwierigkeitsgrad ein Motivationsgrund darstellen kann. Also richte ich meine Energie schon auch auf diesen achten Grad. Vor 25 Jahren schien mir der Grad 8a gleichbedeutend mit einer Reise zum Mars zu sein - unvorstellbar schwierig und somit unerreichbar. Und hinter der 8a-Grenze schien mir auch immer etwas Geheimnisumwittertes zu liegen. Als wäre dort das Gral zu finden, welches auf diesem Niveau die perfekte Symbiose von all jenem garantiert, was das Klettern ausmacht wie Schönheit der Moves, tolle Linie, grossartige Felsqualität, Anspruch und völliges Aufgehen des Kletterers mit der Kletterei, mit dem von der Natur gestellten Problem an sich.

Uh, schon wieder den Faden verloren und entweder in philosophischen Ernst, oder doch viel mehr in bedenkliche Phantasterei abgedriftet? Wie dem auch sei, ich glaubte daran und irgendwie hat es sich in mir festgesetzt. Schlecht lebe ich damit nicht. Dieser Gral - vermeintlich oder auch nicht - erlaubt mir immerhin die Flucht aus dem Alltag. Kleine Fluchten - grosse Wirkung: Ich lebe und liebe das Leben.
Die sechswöchige Reise begann im Jura. Ändu ist ein nimmermüder Allrounder. Am Fels vom Lindentäli bis zu 'Eternal Flame' am Trango Tower unterwegs, schafft er auch noch den Spagat von Family mit zwei Kids und einem Job in der Forschung. Genau der richtige Partner für ungewöhnliche Projekte wie 'Subway' am Petit Capucin. Schliesslich ist das keine Hopp und Ex-Kletterei, sondern es braucht dazu Begeisterung und die Bereitschaft Neues zu lernen. Eigentlich sind Begriffe wie 'blutrünstig' und 'gemein' beim Klettern nicht so angebracht, treffen aber ausnahmsweise auf dieses Handrissdach zu. Komisch, dass eine so eigenwillige Route 1985 zur ersten 8a im Jura überhaupt wurde. Aber Philippe wird schon gewusst haben, was er da getan hat.

Bis ich wusste, was ich dort zu tun hatte, vergingen doch drei Tage. Einmal mit Markus bei infernalischer Hitze hatte ich gar kein Brot. Ich haderte mit den Lösungen zwischen zweitem und dritten Bolt und meinen grossen Händen in den engen Klemmern. Ein weiteres Mal für zwei Stunden am Abend mit Tina fand ich eine Lösung, hatte aber kein Glück beim Durchstiegsversuch. Bei der vierten Session - wieder mit Ändu - schien der Regen mit einer nassen Ausstiegsplatte den Durchstieg verhindern zu wollen. Dank Nico Zambetti gibt es aber die trockene Ausstiegsvariante 'Airway', welche aber nichts an 'Subway' ändert, da das Dach die Crux bleibt. Mit viel Tape um Hände und Finger konnten wir beide so diese selten wiederholte Geschichtslektion unbeschadet überstehen und die Kids von Ändu werden's dem Papa verdankt haben, dass er sie nicht mit aufgerissenen Fingern begrüsst und das Jüngste gewickelt hat…

Zwei Tage später waren Tina und ich schon auf dem Weg nach St. Lèger. Jawohl St. Lèger in Südfrankreich - im Juli und damit also mitten im Sommer! Der ständige Gewitterregen und die düppige Luft vertrieben uns aus der Schweiz.
So fanden wir uns bei idealen Temperaturen um 18°C und angenehmer Luft vor der absolut trockenen Wand der Face Nord. Ich hatte einmal vor vielen Jahren ein schlechtes Erlebnis dort und empfand die Kletterei als brüchig und unlohnend. Zu meinem Glück erschien mir diesmal die Wand aber nur schon vom Anschauen als überaus einladend und motivierend. Und so war auch die Kletterei. Kein Bruch, sondern tolle, lange Sinterkletterei. Die Motivation stieg gleich noch einmal an, als mir 'Black Mamba', eine 8a mit grandioser erster Hälfte und nach einem Riesenrest mit einer tricky Crux an Slopern gleich im zweiten Versuch gelang. Auch Tina fand ihre 7a's und b's, welche sie mit Begeisterung genoss.

Reisen bringt auch noch andere Überraschungen mit sich und da die Welt der Kletterer doch eher klein ist, traf ich nach vielen Jahren wieder auf Arno Köppel, der vom Elsass in die Nähe von Apt zog…. Was nur zu verstehen ist! Er zeigte mir 'Quand le blues l'emporte sur la raison', einen weiteren Klassiker und vor allem auch die Moves mit den Knieklemmertricks, auf die man in dieser offenen Wand nicht gleich auf Anhieb kommen würde. Dank ihm klappte diese überaus lohnende Resistance-Kletterei am nächsten Tag gleich auf Anhieb.
Und wenn die persönlich notierte Statistik stimmt war das dann auch die 200. Route ab 8a... Diese Erkenntnis ging dann aber ganz unaufgeregt und schmerzlos vorüber...
Viel mehr Aufmerksamkeit erregten die dunklen Wolken über dem Mont Ventoux, die nichts Gutes verhiessen und uns die Entscheidung leichter machten, auf die andere Seite der A7 in die Gard zu wechseln und das für uns unbekannte Les Concluses zu entdecken...

Part 2 folgt

Friday, September 16, 2011

Walter Bonatti 1930 - 2011

von Chris

Danke für deine Inspiration, Walter! So wie du wurde ich zwar nie, zu hoch hast du die Latte gehängt, als dass ich Angsthase dir je hätte das Wasser reichen können. Aber wenn es dich nicht gegeben hätte, dann wäre ich wohl nie zu dem Stoff meiner Träume - und schlussendlich nicht zum Klettern - gekommen. Wie habe ich mit deinen Geschichten mitgefiebert, mitgelitten und mitgefreut. Kalte Biwaknächte miterlebt... zwar unter der warmen Decke in meinem Bett und über deine Bücher gebeugt. Aber in meinen Teenagerjahren wecktest du mit deinen Erlebnissen meine Lust nach Abenteuer. Abenteurer sein - das war für ich zentral. Was ich immer besonders bewundert habe, war dein Kalkül und deine Fähigkeit Gefahr einzuschätzen. Du wusstest, wie weit du gehen konntest. Das hat mich beschäftigt und mir imponiert.

Keine Grossmannssucht, du konntest vom Versuch der ersten Alleinbegehung der Heckmair am Eiger zum richtigen Zeitpunkt umkehren und zugeben, dass der Berg zu gross für dich war. Du wusstest am Grand Capucin welche neue Grenze möglich war. An der Dru hast du Grenzen nochmals verschoben und dem extremen Alpinismus einen neuen Blickwinkel eröffnet. Was war ich hingerissen von deinem Bericht, als du an einem Haken hängend vor einer glatten Passage nicht mehr weiterwusstest und mit einem Knoten im Seilende einen 12 Meter über dir hängenden Klemmblock durch Seilwurf geangelt und dich trotz fragwürdiger Verklemmung des Knotens dahinter daran hochgezogen hast. Wobei, ganz geglaubt habe ich dir ja diese Story nie... ;)

Was war das nur für ein Drama am Freneypfeiler. Aber du hast Leben gerettet, weil du wusstest, wie weit du gehen und was du geben kannst. Auch wusstest du als Profi, der schon damals seinen ganzen Lebensunterhalt nur durch's Klettern verdiente, dass dies nur ein Abschnitt im Leben sein kann. Und auch das nur 10 Jahre lang. Du kanntest die Grenzen und die Gefahr, wusstest aber, dass du zum Abschluss der Matterhorn-Nordwand noch eine Direttissima schenken konntest. Nein, ein Draufgänger warst du nicht, sondern einfach besonnen und klar.

Und einfach auch fit... Wie kann man nach 7 Tagen ganz allein an der Dru so frisch und fröhlich lachend mit gutem Haarschnitt und kaum Bartwuchs vom Berg zurückkehren (siehe Foto). Tja, auch meine Freundinnen fanden - wenn sie dein Bild in einem Buch sahen - dass du gut ausgesehen hast. Da war ich dann ein wenig eifersüchtig auf dich...

Du bist dir treu geblieben und hast bis zum Schluss deine Abenteuerlust bewahrt und entecktest mit aussergewöhnlichen Trips und Expeditionen abgelegene Gebiete unserer Welt. Es ist schön, deine Naturbeschreibungen zu lesen. Du hattest die Augen offen... Nun hast du sie für immer geschlossen. Aber durch dich habe ich die Welt zu sehen gelernt und dank deiner Berichte zum Klettern gefunden, das auch mir die Augen geöffnet hat. Danke!

Ciao Walter, trova la tua avventura dove siete ore!

Tuesday, September 13, 2011

Alpentorero

von Chris

Zwischen den nassen Streifen, die sich nach Gewittern und anderem Wasser bilden, stechen in Gimmel die gelben, immertrockenen Wandpartien ins Auge. Paradoxerweise wartete ausgerechnet hinter dem Wasserfall noch eine Linie auf ihre Entdeckung. Dieser hat sich Silvan angenommen und vom 4. Bolt der 'Men at work' eine ansteigende Traverse eingebohrt, die genau am Wasserfall endet. Aus der 'Men...' sehen die Griffe gross und die Kletterei nicht allzu schwer aus. Also empfahl ich Tina doch diese Linie einfach mal zu versuchen. Insbesondere hatte Silvan diese auch für seine Freundin eingerichtet... Alles Trugschluss... In Gimmel ist Neuland einfach nicht unter 8a zu haben und mögen die Griffe noch so gross sein - sie sind nämlich immer völlig abschüssig. Herausgekommen ist `Torero`, ein interessantes Ausdauerbrett mit Überkreuzern und Hooks, welche am Ende keinen Fehler duldet...

Monday, September 5, 2011

12 Tage im Leben des Jura-Dinos

von Markus

Ich sitze so vor meinem Laptop zu Hause und Lemmy Kilmister brüllt mir irgendwas von „Ace of Spades“ in die Ohren. In meinen Gedanken verstreichen nochmals die vergangenen 12 Tage. 12 Tage sind viel und doch so wenig. In den vergangenen 12 Tagen ereignete sich folgende Geschichte:
 
Ich schaue aus dem Fenster des 6. Stockes eines hohen Bürogebäudes in Düsseldorf. Die Wolken hängen tief, ein weiterer Regenschauer kündigt sich an. Ich sitze vor dem PC in Jacket mit eiskalten Fingern und eiskalten Füssen. Soeben habe ich ein Mail erhalten mit dem Inhalt, dass die ganze Schweiz beinahe gebraten wird, so heiss sei es. Etwas mehr als 500 Kilometer weiter nördlich feiert die nächste Eiszeit ein fröhliches Stelldichein. Es ist August 2011. Ich kann das fast nicht glauben: ich friere, dass mir fast die Zähne klappern und zu Hause soll es schönes und warmes Wetter sein. Ich arbeite weiter an einer verflixt komplizierten Aufgabe. Wenn die Einlese-Datei nicht stimmt, stimmt anschliessend die ganze Bilanzkreisabrechnung nicht und dann habe ich den Salat und anschliessend lange Diskussionen. Ich gebe mir alle erdenkliche Mühe – aber es ist so unwahrscheinlich kalt in dem Büro, ich kann mich nur schlecht konzentrieren. Plötzlich trifft ein SMS bei mir ein. Das sind die wichtigen Dinge im Leben und so schaue ich natürlich sofort nach, wer mir eine SMS sendet. Eine ganz grosse Überraschung: Judith fragt, ob ich am kommenden Dienstag Zeit und Lust habe mit ihr klettern zu gehen. Binnen weniger Minuten ist klar: Dienstagmorgen um 06:30 Abfahrt Richtung Furka. Das Ziel: Conquest of Paradise am Hanibal. Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder einmal etwas wirklich Wichtiges in meinem Leben zu erleben. Sofort ist die Konzentration wieder da, die Einlese-Datei stimmt jetzt und ein paar Sekunden später stimmt auch die Bilanzkreisabrechnung. Gute Arbeit! Aber es ist immer noch kalt, aber die Aussicht auf eine solche Tour lässt mein Herz höher schlagen.

Es ist 06:30 Uhr am Dienstag, 23. August 2011. Der Klettertag beginnt mit einem leuchtend rotem Morgenhimmel. Wir kommen auf der Autobahn gut voran, es herrscht praktisch kein Verkehr. Über Andermatt und Hospental geht es Richtung Furkapass. Ich bin schon viele taussend Kilometer Auto gefahren, aber in dieser Gegen der Schweiz war ich noch nie. Schon bald sind wir auf dem Furkapass. Das Thermometer zeigt 12 1/2 Grad an. Das sind richtig gute Temperaturen, ideal zum Klettern. Schnell ist der Rucksack gepackt und los gehts Richtung Hanibal. Auch hier kommen wir gut voran. Der Weg ist einfach zu finden. Nur das Gehen über den Gletscher macht mir etwas Mühe. Das letzte Mal stand ich vor über 30 Jahren auf einem Gletscher. Da geht halt schon das Gefühl dafür etwas verloren. Nach rund 1 Stunde Anmarsch stehen wir am Einstieg der Route. Ich habe natürlich auf dem Internet recherchiert und auch Bilder vom Hanibal gesehen. Aber einmal mehr wird mir bewusst, dass die Wirklichkeit so unendlich viel schöner ist. Da stehe ich am Einstieg eines wahr gewordenen Klettertraumes aus bestem Granit. Die Seilschaft vor uns ist bereit für den Einstieg. Wie immer, muss ich natürlich quatschen. Dabei erfahre ich, dass die Lady am Seilende 71 Jahre alt ist und seit 1963 ein steifes Fussgelenk hat. Sie wollte für ihren Mann Holzkeile beschaffen, rutschte auf dem Schneefeld aus und knallte nach einer langen Rutschpartie in einen Felsblock. Sie ist für mich der lebende Beweis, dass ich es also auch schaffen könnte, mit 71 noch klettern zu können.



Die Kletterei geht sehr gut voran. Wir wechseln im Vorstieg ab. Ich habe das Glück, die Schlüssel-Seillänge klettern zu dürfen. Getreu dem Topo klettere ich vom Stand nach links weg. Und dann sehe ich, weshalb dies die Schlüssel-Seillänge ist. Da es keine Tritte hat, gibt es zum Ausgleich auch keine Griffe. Meine Sharma-Überhang-Schuhe müssen Schwerstarbeit verrichten. Der Gummi krallt sich im Granit fest und irgendwie schaffe ich es, die Bolts zu klippen und klettere wieder zurück zu einem guten Rastpunkt. Ich konzentriere mich, gebe Judith ein Zeichen, es geht los! Wieder greifen meine Sharma-Schuhe perfekt, ich kann das Körpergewicht ideal verlagern, bekomme deshalb Schwung in meine Bewegung und mit etwas zittrigen Fingern spüre ich weit oben eine kleine Delle. Das reicht mir um aus der Schlüsselzone klettern zu können und somit ein absolutes Highlight zu erleben. Noch nie ist es mir gelungen, eine 6a+ onsight im hochalpinen Granit zu klettern. Die restlichen Meter bis zum Standplatz klettere ich wie in Trance, eine Traumseillänge. Wenige Minuten später sitzen wir auf der Hanibank und haben das Glück, die Lokalmatadoren kennen zu lernen. Sie sind damit beschäftigt, die Highline zwischen Hanibal und dem hinteren Turm zu spannen. Wie die Bank auf den Hanibal gekommen ist? Wir wissen es jetzt!

Bald seilen wir uns über die Route wieder zum Wandfuss ab, verpflegen uns ausgiebig, geniessen die Einzigartigkeit der Gegend und wandern anschliessend wiederum eine Stunde zurück zum Auto. Ein weiterer Traum ist in Erfüllung gegangen und nach sage und schreibe 8 Jahren haben Judith und ich zusammen wieder eine Tour geklettert. Judith, allerbesten Dank für diesen wunderschönen, einzigartigen und unvergesslichen Tag voller Erlebnisse und Abenteuer.



Bereits 2 Tage später (25.8.2011) gehe ich wieder klettern. Mit dabei sind Arbeitskollegen. Nach dem Feierabend fahren wir zum Kluser Klettergarten. Wir verbringen zusammen einen wunderbaren Abend, bis uns der Regen buchstäblich aus dem Wald spült.

Wiederum 2 Tage später (27.8.2011) bin ich bereits wieder unterwegs. Es ist instabiles Wetter angesagt. Nichtsdestotrotz fahren Jüschi, Roland, Carmen und ich zusammen in den Solothurner Jura. Hinteregg ist die heutige Wahl. Aber wir haben die Wahl ohne Petrus zu fragen getroffen. Gerade kommen wir beim Restaurant Hinteregg an, fängt es an zu regnen. Wir kehren um und fahren in den Kluser Klettergarten. Dort werden wir total verregnet. Also gehen wir wieder zurück zum Auto und weiter Richtung Eptingen. Aber was treffen wir dort an? Regen. Roland hat die Blitzidee und schlägt „Falken“ vor. Mit einem Umweg von gut 3 Stunden treffen wir so gegen 14 Uhr in der Falken ein. Alles trocken, das Wetter stabil. Weshalb sind wir dann überhaupt weggefahren? Bald hängen überall die Express-Schlingen und wir sind heftig am Klettern. Auf dem Weg zurück zum Auto spüren wir alle diesen Klettertag in den Knochen.


Wiederum 2 Tage später, es ist inzwischen Montag, der 29. August fahren Jüschi und ich zusammen nach Ueschinen. Noch nie war ich dort, es soll schöne Routen haben. Beim Packen des Rucksacks auf dem Parkplatz muss ich konstatieren, dass der Helm nicht mit dabei ist. Das ist schon kein so  prikelndes Gefühl. Jüschi meint, dass sich deshalb nun die „Diagonale“ bestens als Ziel eigne. So würden die Steine immer neben mir in die Tiefe sausen. Der hat ja gut reden. Die Sonne lacht vom Himmel, der Anstieg geht locker von sich und bereits nach 30 Minuten stehen wir beim Einstieg der „Diagonalen“. Die Absicherung wird mit gut+ angegeben. Aber das stimmt nicht. Die ist super! Jüschi startet mit der ersten Seillänge. Wir wechseln uns im Vorstieg ab. Jüschi ist sehr froh, dass er mir in einer etwas feingriffigen Platte den Vortritt geben darf. Anschliessend bin ich heilfroh, die berühmte Querung im Nachstieg klettern zu können. Die rund 30 Meter lange anschliessende Querung ist dann der absolute Hammer. Noch selten hatte ich derart viel Luft unter den Sohlen. Es ist eine traumhafte Seillänge in bestem Fels und super abgesichert. Wir planten für die 8 Seillängen mindestens 4 Stunden ein. Aber bereits nach 2 3/4 Stunden sind wir oben angelangt. Das hat nun nichts mit Speedklettern zu tun, sondern einfach mit Klettern im grünen Bereich. Wir hatten unseren Heidenspass in der Route. Wir suchen die Abseilstelle und finden sie natürlich nicht. Stattdessen seilen wir über die „Familienroute“ ab. Wir fühlen uns fit und es ist eigentlich noch viel zu früh um nach Hause zu gehen. Deshalb klettern wir noch besagte „Familienroute“. Aber auch hier hat sich Jüschi etwas ganz spezielles ausgedacht. Er klettert direkt über 3 Standplätze hinaus 70 Meter hoch. Ich kann anschliessend einen 100 Meter-Lauf absolvieren. Zunächst 70 Meter im Nachstieg und anschliessend 30 Meter im Vorstieg. Das war ein absolutes Highlight, einfach super. Jüschi verbindet die beiden letzten Seillängen und so stehen wir wohl unter 1 Stunde Kletterzeit am Ausstieg. Einen Wermutstropfen hat es allerdings gegeben. Es gab eine Wolke am Himmel. Eine - und die hing bei uns. Wir kletterten den ganzen Tag im Nebel, was aber der Freude an den Routen keinen Abbruch tat. Gemütlich seilen wir ab, verpflegen uns ausgiebig und marschieren anschliessend zurück zum Auto. Bereits um 18:30 Uhr sind wir wieder in Basel.

Ich kenne Jüschi schon viel Jahre und bin viel mit ihm im Basler Jura unterwegs. Noch nie waren wir zusammen in den Alpen klettern. Dieser eine Montag hat mich unheimlich glücklich gemacht. Endlich konnte ich mit meinem guten Freund eine gemeinsame Klettertour in den Alpen unternehmen. Jüschi - vielen, vielen Dank für dieses supertolle Abenteuer!


Zu guter Letzt gelingt mir am vergangenen Samstag, den 2. September 2011 noch eine weitere gute Sache. Zum ersten Mal kann ich an einem Tag 2 Routen im Schwierigkeitsgrad 6b astrein im Vorstieg klettern. 

Diese 12 Tage sind wie im Flug vergangen. Ich hatte die Möglichkeit, sehr viel für mich selber zu bewirken, Mehrwert für mein Leben und für meinen unruhigen Geist zu schaffen. Aber ohne meine lieben und treuen Freunde wäre das alles gar nicht möglich gewesen. Zusammen sind wir durch dick und dünn gegangen. Die gemeinsamen Touren mit all ihren Erlebnissen haben die Bande noch enger geknüpft. Euch allen gilt mein allerherzlichster Dank!

Thursday, September 1, 2011

M - Das Topo

von Chris

Es ist so weit - Nach Jahren vieler Anfragen: Das Topo von M...

Warum "M" und nicht der Name der Grotte ausgeschrieben?
Damit sich dieses Topo nicht über Tags er-google-n lässt.
Und warum dies?

Weil die Grotte inmitten eines Naturschutzgebietes liegt und die Situation um das Verhältnis Kletterer und Behörde sehr, sehr sensibel ist. Vorläufig sind wir nur gedulded.

Wir müssen unbedingt ein paar wichtige Regeln einhalten, denn sonst ist durch die Behörde schnell eine Totalsperrung verfügt – wie erst kürzlich am Löffelberg und an der Falkenfluh bewiesen wurde:

- Keine offenen Feuer, keine Feuerstelle
- Diskretes Auftreten (Kein unnötiges Schreien, Ghettoblaster, Partys bis in die Nacht, kein Campieren)
- Nicht die Wege am Parkplatz zuparkieren (Es gibt dort Fort-, Land- und Bauverkehr!)
- Zustiegsweg strikt einhalten
- Und einfach ein anderes Gebiet aufsuchen, sollten mal zehn und mehr Kletterer in der Grotte sein – aber das gibt es so gut wie nie.


Aufgrund der sensiblen Situation bitte keine weiteren Veröffentlichungen - insbesondere in Papier-Topoführern, wie Jura Vertical, Fluebible, Filidor, Klettern im Dreiländereck, usw.

Über die Grotte

Zustieg wie in Fluebible und Klettern im Dreiländereck beschrieben.

Es sind viele Kombinationsmöglichkeiten vorhanden. Aus den hier angezeigten, bestehenden Routenelementen sind die meisten logischen Kombis bereits realisiert. Um langweiligen Diskussionen über Schwierigkeitsgrade vorzubeugen, habe ich nur Zwischenbewertungen angegeben. Sucht euch was aus…

Es werden nur sinnvolle Kombis angezeigt, d.h. solche, die logisch verlaufen und klar aufwärts ziehen.
Es gibt also keine Kreise, Auf- und Abkletterstrecken oder Hin- und Rücktraversen und vor allem schon gar keine Definitionen.
Eine Anmerkung jedoch: In der Mitte des blauen Elements 20 kann man nach links auf ein Band zu einem No-Hand rausqueren. Das macht eigentlich niemand. Wer es dennoch wagt, darf zwei Grade abziehen und braucht nie mehr wiederzukommen ;)

Et la petite histoire:
Die Grotte wurde bereits in den sechziger und siebziger Jahren als spektakuläre Abseilstelle genutzt. 1989 richteten Pierre Kappler und Tom Liemich die erste Linie ein (Affairs étranger 7c+/8a). Jedoch war die Zeit für steiles Powerklettern noch nicht reif. Erst 1995 wurde mit Das Eigene im Fremden 7c/c+ durch Andi Luisier die erste Route durchstiegen. Es folgten von ihm Decadencia 8a/a+ und 1997 die Reise durch den Wahnsinn 8b/b+ sowie Zytotoxin 7c+/8a. 2002 wurde mit Holiday in Spain 7c+/8a die erste Kombi durch mich eröffnet. Zahlreiche weitere Möglichkeiten folgten. Zwischen 2005 und 2006 nahm ich mit Klebebolts eine Totalsanierung der Haken vor, wobei mit Whitestripe eine neue mehr oder weniger eigenständige Linie hinzukam. Dass sich auch leichtere Möglichkeiten noch finden lassen, bewies 2010 Peter Goerttler mit der S-Kurve 7b+/c! 2011 spendete uns MAMMUT komplett neue Fix-Express wofür noch einmal herzlich gedankt sei! Ein paar Projektlinien lassen für die Zukunft noch Möglichkeiten offen.


GROTTE


Zum Vergrössern auf's pic clicken


Detailansicht um den Einstieg von Das Eigene im Fremden

Projekte
2
3
21
32
F

Das Eigene im Fremden 7c/c+
(7 + 12 + 13) - Band - (40 + 39 + 33 + 25 + 26)
Der Klassiker. Einstieg über 7 = Start vom Stein. Ohnehin der übliche Einstieg.

Das Eigene im Fremden – Départ direct 7c/c+
(8 + 7 + 12 + 13) - Band - (40 + 39 + 33 + 25 + 26)
Einstieg 8 = Start ohne Stein. Extra-Boulder am Sinter…

Affairs étranger 7c+/8a
(7 + 12 + 13) - Band - (40 + 39 + 33 + 25 + 27 + 29)
Der rechte Ausstieg über den weiss-gelben Wulst. Vor dem Ausbrechen fixierte Leisten.

Der Reigen im Fremden 7c/c+
(7 + 12 + 13) - Band - (40 + 39 + 33 + 24 + 23 + 22 + 26)
Weniger gelungene Kombi. Auf Seilzug achten und besser diverse Exen auslassen…

L'étranger Direkt 7c+/8a
(7 + 12 + 13) - Band - (40 + 39 + 33 + 31 + 30 + 29)
Direkteste Linie für "Das Eigene". Kein Ausqueren zum guten Rest bei Element 27.

Holiday in Spain 7c+/8a

(7 + 12 + 13) - Band - (40 + 41 + 37 + 35)
Sehr beliebt und coole Moves über den Sinter. Boulderstelle nach relativ gutem Rest.

Achse des Bösen 7c+/8a
(7 + 12 + 13) - Band - (40 + 41 + 37 + 36)
Tolle Moves an guten Griffen.

Achse des Guten 7c+/8a
(7 + 12 + 13) - Band - (40 + 41 + 38 + 37 + 36)
Im Element 38 sehr athletisch und spektakulär mit Füssen voran.

Roadtrip to Santa Linya 7c+/8a
(7 + 12 + 13) - Band - (40 + 41 + 37 + 34 + 28 + 27 + 26)
Ausgesprochen lohnendes Ausdauerbrett.

Rêve de Santa Linya 8a/a+
(7 + 12 + 13) - Band - (40 + 41 + 37 + 34 + 30 + 29)
Ohne echten Rest direkt in den Affairs- Ausstieg… Kein Ausqueren zum guten Rest von 27.

Reise durch den Wahnsinn 8b/b+

(Zustieg B - Start vom Band: 42 + 37 + 35)
Einfach grossartig über die Versinterungen. Ein künstlicher Griff im Einstiegsboulder.

Reise durch den Wahnsinn - Ausstieg Achse 8b/b+
(Zustieg B - Start vom Band: 42 + 37 + 36)
Ändert nicht viel, klettert sich aber lohnend

Decadencia 8a/a+
(7 + 5 + 4 + 20 + 22 + 26)
1. Teil boulderlastige Rési - Knieklemmer-Rest - 2. Teil Ausdauer pur. Leider oft nass.

Decadencia extrema 8a/a+
(7 + 5 + 4 + 20 + 22 + 27 + 29)
Mit dem Ausstieg über Affairs… noch pumpiger.

Fett, faul und dekadent 7c+/8a

(7 + 12 + 6 + 4 + 20 + 22 + 26)
Eine schon dekadent softe Umgehung des Decadencia-Startboulders…

Fett, faul und dekadent extrema 7c+/8a

(7 + 12 + 6 + 4 + 20 + 22 + 27 + 29)
Über den Affairs… Ausstieg wie immer noch ein Plus an Pump.

Private Investigation 8a/a+
(7 + 12 + 14 + 17 + 18 + 20 + 22 + 26)
Pumpfest.

Private Investigation extrema 8a/a+
(7 + 12 + 14 + 17 + 18 + 20 + 22 + 27 + 29)
Über den Affairs… Ausstieg noch pumpiger.

Lactat Investigation 8a/a+
(7 + 5 (bis in Mitte 5, dann gerade hoch - 6 kreuzend - in 14) + 14 + 17 + 18 + 20 + 22 + 26)
Quasi den Decadencia-Einstiegsboulder als Apéritif für Private Investigation.

Lactat Investigation extrema 8a/a+
(7 + 5 (bis in Mitte 5, dann gerade hoch - 6 kreuzend - in 14) + 14 + 17 + 18 + 20 + 22 + 27 + 29)
Ein Plus an Pump über den Affairs… Ausstieg.

Simple Investigation 7c/7c+
(7 + 12 + 15 + 17 + 18 + 20 + 22 + 26)
In Umgehung der Schlüsselstelle von Private Investigation.

Simple Investigation extrema 7c+/8a

(7 + 12 + 15 + 17 + 18 + 20 + 22 + 27 + 29)
Wie immer lässt sich das Ganze noch mit dem Affairs… Ausstieg toppen.

Whitestripe 8b/b+
(7+ 12 + 14 + 17 + 19 + 23 + 22 + 27 + 29)
Nicht so schwere Züge, aber extreme Rési. Ausstieg über 22 + 27 + 29 zwingend und lässt somit keine Kombis für diese Linie zu. Ein künstlicher Griff in der Crux.

Grauzone 8a/a+
(Zustieg B - Start vom Band: 16 + 17 + 19 + 23 + 22 + 26)
Eine gute Variante, um sich der Whitestripe Crux anzunähern.

S-Kurve 7b+/c
(Zustieg B - Start vom Band: 16 + 17 + 18 + 20 + 23 + 24 + 25 + 26)
Die leichteste Möglichkeit durch den linken Wandteil der Grotte zu klettern.

Private Scheewittchen 7b+/c
(16 + 17 + 18 + 20 + 22 + 26)
Abgekürzter Pump.

Private Paula 7c/c+
(16 + 17 + 18 + 20 + 22 + 27 + 29)
Abgekürzter Pump wiederum verlängert.

Bloc profond 7c+/8a
(10 + 9 + 12 + 13)
Abgefahrene, boulderlastige Moves

Nichts für Jammerlappen 8b/b+
(11 + 9 + 5 + 4 + 20 + 22 + 26)
Eine enorm lange Reise…

Durch's Jammertal 8a/a+
(11 + 9 + 12 + 6 + 4 + 20 + 22 + 26)
Im Prinzip Nichts für Jammerlappen unter Umgehung des Decadencia-Startboulders.

Sinn und Sein 8a/a+

(11 + 9 + 12 + 14 + 17 + 18 + 20 + 22 + 26)
Lang und ein ausgesprochenes Ausdauerbrett.

Arachnida 7c+/8a
(1 + 20 + 22 + 26)
Absolut lohnend mit einem lässigen Dyno am 3. Bolt.

Arachnida extrema 7c+/8a

(1 + 20 + 22 + 27 + 29)
Tipptoppe Ausdauer.

Integral Change 8a+/b

(1 + 20 + 23 + 24 + 33 + 38 + 73 + 36)
Grosszügig und lohnend. Superlange Diagonale durch die ganze Grotte.

Mugge Integral 8a+/b

(1 + 20 + 18 + 19 + 33 + 38 + 73 + 36)
Noch eine logische grosszügige Diagonale - diesmal mit der Whitestripe Crux. Laaaang!

Arachnides on stripe 8a/a+
(1 + 18 + 19 + 23 + 22 + 26)
Anspruchsvolle Resistance.

Himmelquer 7c+/8a

(1 + 20 + 22 + 27 + 28 + 34 + 35)
Lang. Endet am Stand von Holiday/Reise.

Quer durch den Himmel 7c+/8a
(1 + 20 + 22 + 27 + 28 + 34 + 36)
Noch länger. Endet am Stand von Achse des Bösen.

Und die letzten grossen Projekte - Audauerkiller par excellence:

Reise extension 8b/b+
(42 + 37 + 34 + 30 + 29)

Whitestripe extension 8b+/c
10 + 9 + 5 (bis in Mitte 5, dann gerade hoch - 6 kreuzend - in 14) + 14 + 11 + 19 + 23 + 22 + 27 + 29

La Totalité 8c/c+
10 + 9 + 5 (bis in Mitte 5, dann gerade hoch - 6 kreuzend - in 14) + 14 + 11 + 19 + 24 + 33 + 38 + 37 + 34 + 30 + 29. Wegen Seilzug letztmals in 33 klippen und erst wieder ab Ende 34.

Hälmli Hangelweg 7a+

A
Igitt...

Jugs of Justice 6b

B
Bleibt aber immer ungerecht hart… ;)

Sidian 6b+
C
Nach Ausbruch der Einstiegsschuppe eventuell schwerer

Konservativ, kleinkariert, beschränkt 7a
D
Es bizzli strange...

Böbbeli Hängerweg 6c+
E
Durchaus interessant.


RECHTS



Projekte
8
11

Leidenschaft 6a+
(1 + 2)
Boulderstelle über das Dach

Colonettes 6b+
(1 + 3 + 6)

Zytotoxin 7c+/8a

(4 + 5 + 6)
9 Moves. Ein künstlicher Griff beim 3. Bolt.

Luminator 7a+/b
(10 + 9 + 5 + 6)
Kurz und tough...

Ufwärmerli 7a/a+

(12 + 9 + 5 + 6)
Über Sinter schön zum Klettern… wenn man’s kennt ;)

Gerader Ausstieg 7a+/b

(Ufwärmerli oder Luminator + 7)
Nicht in den Riss links, sondern gerade über die kleinen Leisten.

Windelprinz 6c+/7a

(12 + 13)
Staubig.